Birkengold

Goldene Birke
Goldene Birke

In diesem lichten Foto-Moment lag der ganze Glanz des ersten November-Sonntages, der ansonsten im Grau-in-Grau versank. Ich zeichne derweil Konturenblätter für ein Schulprojekt. Im Kopfe versunken in eine andere Zeit, an einen anderen Ort voller Heiterkeit …

Hexlein im Garten

Gestalt aus wildem Wein. Im Frühling wird sie in Rauch aufgehen. Über den Winter kann ein Igel einziehen...
Gestalt aus wildem Wein. Im Frühling wird sie in Rauch aufgehen. Über den Winter kann ein Igel einziehen…

Wir sind beim herbstlichen Räumen und das scheint dieses Jahr besonders auszuufern. Neun Jahre sind wir an diesem Ort, seither stapeln sich unterm Dach Verpackungen  … herrje. Heute ging es ihnen an den Leib, denn dort, wo sie sich türmten, war ein Kabel zu verlegen… Danach musste ich erst einmal ne Runde im Garten spielen: dies Hexlein kam  heraus.

Im Herbstwind

Herbstfeen im Lesegarten
Herbstfeen im Lesegarten

Der Tag begann mit einem Hofbesucher der spontanen Art. Bei Blasenregen stand er einfach da und  fragte nach meinem   Künstlerheftchen „Sagenhaftes“. Das war eine Handvoll Minuten, bevor wir zu meiner Lesung nach Werneuchen aufbrachen und sehr schön. „Schattengeschichten aus dem Wanderland – Schorfheidemärchen“ hab ich in Werneuchen in einer Seniorenakademie vorgetragen. Die Technik ist wieder mal ausgestiegen. Irgendeine Lötstelle hat das Kopfsteinpflaster nicht überstanden. So musste ich einen Stunde ohne Mikro lesen, dass war schwer mit meinem dünnen Stimmchen. Hab trotzig das ganze Volumen rausgelassen und die Leutchen gut unterhalten, jetzt bin ich heiser. Auf dem Nachhauseweg kam endlich die Sonne raus und im Lesegarten tanzten die weißen Feenwesen herbstlich …

Adelina

Die kleine Nixe Adelina, heute optisch ersonnen und gezeichnet von Petra Elsner.
Die kleine Nixe Adelina, heute optisch ersonnen und gezeichnet von Petra Elsner.

So, nun ist sie fertig, die kleine Nixe Adelina, die die Hauptrolle in meinem diesjährigen Weihnachtsmärchen spielt …

Es brauchte diesmal zwei Anläufe, um die richtige Figur zu finden. Die erste Nixe heult derweil im Papierkorb. Sie war es einfach nicht, soll vorkommen.
Wünsche Euch allen einen entspannten Sonntag.

Die Geheimnisse beginnen wieder zu knistern …

Das Farbenspiel des Herbstes tönt das Quartier. Foto: pe
Das Farbenspiel des Herbstes tönt das Quartier. Foto: pe

Heute war ein Draußentag. Endlich mal wieder Licht. Ein bisschen Indian Summer huscht durchs Quartier. Hab Stauden runter geschnitten und Laub von der Straße geholt. Nach den vielen, nass-kalten Dämmertagen und dem permanenten Hocken am Computer war das Rumschuften richtig gut. Mittwoch ist die Weihnachtsgeschichte für 2016 entstanden. Noch eine Vignette oder zwei zeichnen, dann ist das geschafft.

Ein Schirmpilz wächst noch bei der Bienentränke.
Ein Schirmpilz wächst noch bei der Bienentränke.

Bis zum 1. Advent sind es ja nur noch sechs Wochen … Beim Schreiben musste ich andauernd grinsen, weil so viele Inputs aus diesem Jahr im Text stecken, dass hätte ich nicht gedacht, denn 2016 war bisher ein schweres Jahr. Es hat mich schlichtweg überrascht, dass ich ihm etwas Gutes abringen konnte. Mehr aber wird vom Geschichtenschreiben heute nicht verraten, die kleinen Geheimnisse beginnen hiermit langsam zu knistern…

Die Lesezeiten kommen näher …

cover- "Schattengeschichten aus dem Wanderland - Schorfheidemärche"
Cover- „Schattengeschichten aus dem Wanderland – Schorfheidemärche“

Es herbstelt bei Dauerregen, Zeit für ein gutes Buch … Demnächst lese ich wieder aus meinen Schorfheidemärchen:

19. Oktoker, 15 Uhr in der Diakonie Werneuchen

16. November, 14.30 Uhr in der AWO Finow

24. November, 15.30 Uhr in der AWO am Weinberg in Bernau

cover
cover

Aus dem Gänsekrimi lese ich am 14. Dezember in der Bibliothek Pasewalk…

Cover
Cover

Aus meinem Dezemberlesebuch lese ich Weihnachtsgeschichten am

4. Dezember, 15 Uhr im Adventscafé der Angermünder Buchhandlung Ehm Welk und

am 25. Dezember, 15 Uhr im Hotel Döllnsee …

Sommerfrische

Sommer im Kräutergarten.
Sommer im Kräutergarten.

Draußen beginnt ein frischer Sommersonntag. Schlappe 20 Grad, da lässt es sich gut im Atelier arbeiten.

Das Kartenmotiv zum Fest an der Panke 2016 entsteht.
Das Kartenmotiv zum Fest an der Panke 2016 entsteht.

Die Zeichnung zum Fest an der Panke entsteht gerade. Obgleich wir seit  neun Jahren aus Berlin weg sind, kommt dieser Auftrag seit zwei Jahren wieder zu mir.

Freude im stillen Schorfheidewald… habt einen schönen Sonntag!

Funken der Seele

In eigener Sache:

Meine Sommerausstellung FUNKEN DER SEELE, Malerei & Zeichnungen,  ist noch bis Ende August im Gemeindezentrum Groß Schönebeck zu sehen.

Die ausgestellten  Bildwerke erzählen von der Magie der inneren Kraft. Es ging mir darum diesen wundersamen Prozess, des aus sich Schöpfens, der Inspiration und des sich selbst Beschützens, künstlerische Gestalt zu geben.

Ort: Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Groß Schönebeck, Liebenwalder Straße 54, 033393 341

Eine Leseprobe zum Thema:

„… Nun schlich Oskar mit großen Augen durch das Atelier und staunte die seltsamen Gestalten an. Sie hingen dicht und in Reihen wie große Wäschestücke auf der Leine. Vor einer Figur ließ er sich auf den Boden nieder und musterte jedes Detail. Er hatte Rose nicht kommen hören und zuckte zusammen, als sie plötzlich neben ihm war und sich zu ihm hockte: „Ist das der große Schattenfänger?“, fragte er sie.
Sie nickte.
„Er sieht stark aus. Welche Schatten kann er vertreiben?“
„Ich hoffe, alle“, antwortete die Malerin.
„Auch wenn die Schatten größer sind als das Licht?“
„Ich weiß nicht, es kommt darauf an, was den Schatten wirft.“
Oskar murmelte: „Es wird nicht heller davon, wenn man das Objekt benennt.“
„Das stimmt, aber vielleicht nimmt man ihm etwas von seiner Macht und damit etwas von der eigenen Ohnmacht“, meinte Rose ernst. Sie stand auf: „Die Farbe der Schatten ist übrigens nicht nur dunkel. Dort drüben liegt Leinen und dort stehen Pinsel und Farbtöpfe, wenn Du willst, kannst Du Dich bedienen.“ Die Malerin verschwand wieder im Garten und Oskar blieb mit seinen Schatten im Kopf zurück. Der Halbwüchsige fühlte, sein Leben kroch auf der Hell-Dunkel-Grenze, würde er die Schattenlinie übertreten können? In welche Richtung? Er wusste es nicht, aber etwas in ihm rumorte, seit er den Schattenfänger der Malerin gesehen hatte. Was war das?
Am späten Nachmittag schlief Karo immer noch in der Hängematte zwischen zwei Birken und Moritz spielte still mit einem kleinen Auto auf dem Boden neben ihr. Zwei Stunden hatte er dort gesessen und leise ihren Schlaf bewacht. Rose war ergriffen von seinem Beistand. Diese Kinder wussten, was geschieht.
Als die Malerin ihr Atelier wieder betrat, lag Oskar neben einem Stück Leinen von dem ein menschlicher blau-grüner Schattenriss zu springen schien. Der Junge schluchzte und seine Augen waren von Tränen randvoll, aber er lächelte unter seinem Schmerz. Die Malerin war nicht überrascht über das, was sie sah. Oskar raffte sich und stand nun anmutig stolz. Rose legte den Arm um ihn: „ Leben hinterlässt Spuren in der Kunst und Kunst soll auch Spuren hinterlassen. Diesen Sprung aus dem Schatten hast Du wirklich gut rausgelassen. Spürst Du seine Energie?“ Oskar nickte…“

(Aus  „Toskana des Nordens“ aus meinem Buch „Vom Duft der warmen Zeit“)