Nur ein kleines Lebenszeichen in die Runde: Es hat mich schwer erwischt und der Insel-Infekt hat meiner COPD IV einen neuen Schub verpasst. Will ja nicht klagen, aber das ist das Letzte, was man gebrauchen kann. Die Lunge röchelt und jault jämmerlich. Ich versuche in den paar Wachstunden ein klein wenig an den Spachteleien zu dem nächsten FLYER-KÜNSTLER-BUCH arbeiten, aber es kommt gerade keine Leichtigkeit auf… Ich sollte vielleicht besser einen bösen Bazillus-Krimi schreiben… Bis die Tage allerseits.
Als wir montags auf Usedom ankamen, krächzte jeder zweite des Hotelpersonals einen fürchterlichen Husten, dass ich bange hoffte, es wäre die gleiche Variante, die mich schon wochenlang erschütterte. Aber die Inselvariante klang doch ganz anders… Mittwoch wirkte die Seeluft und ich war endlich meinen Langzeithusten los, aber als wir gestern abreisten, nahm ich die Inselvariante mit, das hätte ich gerne ausgelassen… ich hoffe jetzt nur, die ist nicht so andauernd. Mitbringsel sollten eigentlich nur schön und/oder kitschig sein… Habt ein schönes Wochenende alle miteinander!
In den Windpausen gehen die Schritte auf nassem Strandsand ganz gut. Nicht weit, aber immerhin. Heute holten wir uns vom Bahnhof Bansin unseren alten Technik-Kumpel ab, der für mich inzwischen von Sassnitz aus, meine Computertechnik betreut. Er hat mir den alten Laptop des verstorbenen Schwiegervaters neu aufgebaut, der dient jetzt als leichtes Zweitgerät. Manche Berliner Verbindungen halten weiter, auch wenn es sie längst anderswohin verschlagen hat. Nachhallende Zeit. Wir haben den Freund zu einem großen Fischteller im „Fischkopp“ eingeladen, allein für die lange Bahnfahrt, die er für uns auf sich genommen hat. Schöne geschwätzige Stunden waren das bis zu seiner Rückfahrt. Danach sind wir zu zweit zum Strand gestiefelt, wo mir leider sehr bald wieder die Puste knapp wurde. Besonders die paar Meter hinauf zur Promenade sind für mich das Schlimmste. Der weiche Sand verlangt Muskelkraft, die den Sauerstoff im Körper frisst… Wäre es nicht großartig, es gäbe in den teuren Seebädern, wenigsten jeweils ein Mattenlaufband hinunter zum Ufer? Ich weiß schon, dass das nicht geht – wegen den wechselnden Wasserständen, aber es wäre wunderbar für atemschwache Menschen 😊, von denen es doch sehr, sehr viele gibt. Jeder 5. Deutsche hat COPD. Nun denn, es bleiben Wünsche offen…
Endlich am Meer. Der Himmel trägt Blau. Der Wind ist eisig und nimmt meinen Atem mit. Ich schwanke, falle nicht, aber meine Hand sucht Halt und ich weiß nun, die Zeit der langen Standläufe ist vorbei.
Zwei Tage knatterte der Liebste mit dem Rasenmäher über das Gartenland – um das Lindenlaub von der Wiese holen. Hatten wir im Herbst nicht mehr geschafft… Der Grünschnitt roch nach Frühling und weckte die hellen Farben in mir, wie man an den zwei kleinen Spachtelarbeiten für das UNIKATE-Buch gut sehen kann. Heute knistert Raureif vor der Tür, mögen es die letzten winterlichen Zuckungen sein, denn morgen geht’s nach Norden …😊
Bevor es ans Meer geht, noch ein bisschen arbeiten. Das nächste Leporello ist vorbereitet, jetzt kann es an die Spachtelblätter für das zweite UNIKATE-Flyer-Kunst-Buch gehen. Ich bin einigermaßen matt von den Hustenanfällen, auch die Ölwickel und der Zwiebelsaft lindern nichts. Ich hoffe auf die salzige Luft am Strand nächste Woche… Derweil mache ich viele Ruhepausen und schaue u.a. den Skispringern via TV zu. Der Anzug-Skandal der Norwegischen Adler geht mir nicht aus dem Sinn. Wie viel kriminelle Energie entlädt sich da für den Erfolg. Ich hätte mir nie träumen lassen, das in Trondheim nachts die Schneider ans Werk gehen, damit die Siege sicher sind…Wie tief doch der Betrug in der Geisteshaltung der Leistungsgesellschaft wohnt, haben wir exemplarisch bei VW erleben können und auch, wohin das letztlich führt: In die Schwächung des Gesamten. Sehr ärgerlich – das Eine wie das Andere…
Gestern suchte ich ein ganz bestimmtes Foto, darüber verging fast der Tag, denn es wohnte noch im alten Computer. Man denkt ja immer, so ein Umzug wäre eine gute Gelegenheit, auszusortieren. Das mag für analoge Gegenstände gut sein. Aber nicht nur der virtuellen Welt sucht man kurz nach dem Entsorgen oder einfach Zurücklassen genau das. Beispielsweise hatte ich bei meinem Umzug von der Bornholmer auf die Chodowieckistraße zur Jahrtausendwende mein komplettes Hausbau-Archiv der Papier-Tonne verabreicht, weil ich dachte, dieses Thema bedienst du nie wieder. Prompt bekam ich 14 Tage später einen vielversprechenden Auftrag für das Fellbacher Häuslebauer-Magazin… Eigentlich ging es bei der Fotosuche nur darum, etwas Gewohnheit am Computerarbeitsplatz wieder herzustellen: Der Ostseeblick als Bildschirmhintergrund. Ha, da hatte ich mir was ausgedacht. Der ausrangierte Computer stand zur Sicherheit in seinen Einzelteilen noch im Schlaf-Bücherzimmer. Zusammengesteckt war er schnell, aber der Bildschirm empfing kein Signal. Wieso nicht? Es hat eine Weile und einen Austausch via Mail gebraucht, bis wir begriffen, dass dieser losgelöste Zweit-Bildschirm jetzt über DVI-Kabel (zuvor HDI) funktioniert. Du meine Güte… Dann war das Foto schnell gefunden und lacht uns jetzt wieder jeden Morgen beim Einschalten der Technik an. Es ist wie ein Versprechen – bald bist du wieder am Meer. Nächste Woche😊schon.
Es ist alles noch ein bisschen ungelenk auf der neuen Laptop-Tastatur, die sehr anders belegt ist. Das neue Kabelgestrüpp auf meiner Arbeitsplatte am neuen Gerät stört schön meine Ästhetik. Eben noch war dieser Wirrwarr unterm Tisch, jetzt hab ich ihn vor der Nase, was ist daran schön, höherwertig? Erstrebenswert? Bevor ich die Neuigkeiten der Hardware erkunde, muss ich einiges anders denken lernen: Es gibt hier keine geteilte Festplatte mehr, also auch die eigenen Dateien haben einen anderen Ort. Ich habe einen ganzen Abend damit zugebracht, mein Archiv umziehen zu lassen. Die Neuanmeldungen für alles Virtuelle haben gezeigt, manche Passwörter sind halt doch flüchtig, obgleich ich sie glaubte, notiert zu haben und alle Abos sind weg. Auch die richtige Positionierung zwischen Laptop und autonomen großen Bildschirm ist noch nicht stimmig. Ehrlich gesagt, ich gehe nur widerwillig an technische Neuanschaffungen heran. Wo andere in Begeisterung ausbrechen, empfinde ich nur den Zwang mithalten zu müssen. Oder halt die Nötigung Windows 10 wegen baldiger Abschaltung ersetzen zu müssen. Und jedes Mal nach so einem Systemwechsel scheint mir der Comfort eher zu leiden, was hat einst Word alles auch grafisch geleistet… Ich versuche mich gerade neu einzufinden…
Der Erstling ist fertig und während ich das Flyer-Kunst-Buch fertigte, kamen mir immer neue Ideen, wie man beispielsweise das Inlett noch überraschender inszenieren könnte. Das werde ich nächste Woche probieren. In den kommenden Tagen empfangen wir Besucher und Freitag wird der neue Computer installiert und angeschlossen. Ich habe mir dafür professionelle Hilfe geholt, das spart auf jeden Fall Nerven…😊 Die Anschaffung wurde nötig, weil Windows 10 im September ausläuft, da muss ich meine Dateien in die neue Zeit retten… Ist schon komisch, als ich die PC-Technik das letzte Mal vor neun Jahren erneuerte, dachte ich, es wird meine letzte sein. Damals ging es meiner Lunge so schlecht, dass ich nicht hoffen konnte, die 70 erreichen, doch manchmal kommt es anders…😊
Das 1. Flyer-Kunst-Buch mit 5 originalen Spachtelarbeiten ist entstanden. Es soll 100 € kosten.
Die zweite Hustensaftflasche ist geleert und nichts hat sich verändert, die Erkältung sitzt seit Wochen fest und will nicht gehen. Also wusele ich so langsam vor mich hin. Gestern entstand schon mal der Umschlag zum NOTATE-Künstlerbuch. Zwei kleine Originale kleben schon im Flyer-Inlett. Drei weitere kommen die Tage noch dazu, dann ist das 1. Stück fertig und ich sag Euch was – das macht wirklich Freude. Naja und der Interessent kann hierzu nicht mehr sagen: „Ja schön, aber alle meine Wände sind schon voll…“ 😊. Nee so ein Schmankerl ist etwas für Liebhaber und es wird sich bestimmt einer finden. Aber noch erfreue ich mich ganz alleine an dem wachsenden Teil…
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